In den Niederlanden hoch hinaus
Unsere Praktikum in Holland
8. Juni 2008, 4 Uhr in der Früh, Mama kommt herein und weckt mich auf. „ Auf stehen, Holland ruft!“ Bitte was? Ach so, ja, wir fahren nach Holland, für 3 Monate. Nach einigen Abschiedsritualen setzten sich mein Papa und ich ins Auto um nach Kottingneusiedl zu fahren und den Schlögili abzuholen. Alleine fahre ich ja nicht nach Holland. In Kottingneusiedl angekommen, packen wir den Christoph inklusive Papa in das Auto und machen uns auf die 14-stündige Reise nach Holland, Hoorn um genau zu sein, wo wir für eine Nacht bei einem Bekannten von uns übernachten um dann am nächsten Tag nach Noordwijk (gespr. Noordwaik) aufzubrechen, um für 3 Monate im Grand Hotel Huis ter Duin, einem 5-Sterne Grand Hotel zu arbeiten.
Die ersten Wochen arbeiteten wir in der Bankettküche, die von einem Österreicher, einem Steirer um genau zu sein, geführt wurde. Franz Winter, der von uns alleine schon begeistert war, weil wir Landsleute waren, zeigte uns alle möglichen Garniturmöglichkeiten und Zubereitungsmethoden, Salatrezepte, ein paar holländische Rezepte und vieles, vieles mehr.
Dank dem Kitchen-Supervisor Walter Rietbergen wurde uns die Möglichkeit gegeben, mit ihm gemeinsam auf den holländischen Großmarkt nach Amsterdam zu fahren, wo es beispielsweiße einen Raum extra für Fische gab, in dem man Humer, Krebse und auch verschiedene Fischarten noch lebendig kaufen konnte.
Nachdem wir einige Wochen in der Bankettküche gearbeitet hatten, in denen wir jeweils für bis zu 500 Personen gekocht hatten, gingen wir beide noch eine Woche lang in die La Terrasse-Küche, eine der À-la-carte-Küchen im Huis ter Duin (es gab immerhin 3 Restaurants, 2 Lounges und 2 Bars), wo wir hauptsächlich für die Mise-en-place-Arbeiten zuständig waren.
Nachdem wir uns entschieden hatten: genug von der Küche, wir wollen zu den Gästen, wurden wir die letzten Wochen im Bankettservice für das Frühstück eingesetzt, wo wir dann nach dem Frühstück auch so manche Lunches servieren mussten.
Aber natürlich waren wir nicht nur zum Arbeiten in Holland, sondern auch, um die Kultur und das Land ein bisschen besser kennen zu lernen. Da die öffentlichen Verkehrsmittel relativ preisgünstig sind (ein Ticket für Hin- und Rückfahrt kostet 2,20€) und auch die Verbindungen wirklich gut sind, haben wir uns einige Städte ( unter anderem Amsterdam, Leiden, Delft, Den Haag, Rotterdam) angesehen und uns ein bisschen auch die holländische Sprache angeeignet (wobei wir aber nicht nur Schimpfwörter gelernt haben sondern gegen Ende unserer Praxis schon mit den Gästen holländisch reden konnten – verstehen konnten wir schon nach wenigen Wochen beinahe alles).
Die Praxis in Holland war für uns eine einmalige Erfahrung, auch wenn der Lohn zu wünschen übrig lies, jedoch waren die Kollegen unbeschreiblich toll und man bekam doch auch ab und zu Trinkgeld, da Reich und Schön, die von uns bedient wurden ja doch auch ab und zu etwas springen liesen! ;)
Christoph SCHLÖGL / Christina HUGL, HLT 3A |
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