HLT und HFS Retz   Die Fachausbildung mit Zukunft
SchülerInfo ElternInfo InteressentenInfo AbsolventenInfo PresseInfo

News und Aktuelles
Schulprofil
Die Geschichte der HLT Retz
HLT - Höhere Lehranstalt für Tourismus
HFS - Interkulturelle Hotelfachschule
Aufbaulehrgang - Tourismus
Das Lehrhotel
Übungsfirma
Zusätzliches Ausbildungsangebot
Unser Team
Leistungen und Erfolge
Projekte, Berichte und Erfahrungen
Hochbegabtenförderung
Die HLT Retz im Spiegel der Medien
Standort, Plan
 

Lernen mit EU-Partnern unter blühenden Orangenbäumen

...das wurde Realität für Schüler der Tourismusschule Retz und deren Begleiterin Mag. Ulrike Jaksch. Das EU Projekt „ A Slice of Europe“, eine Schulpartnerschaft im Rahmen des LIFE –LONG -LEARNING - Programmes COMENIUS, das die HLT Retz mit 4 anderen europäischen Schulen verbindet, führte die insgesamt 19 Vertreter der Schulen in das sonnige Andalusien, genauer gesagt nach Alcalá de Guadaíra bei Sevilla.

Die Schüler vom IPSSAR Riolo Terme (Italien), ROC Zeeland (Niederlande), SOSOO Brno (Tschechien), der HLT Retz (Österreich) und der gastgebenden Einrichtung IES Profesor Tierno Galvan in Alcalá de Guadaíra (Spanien) arbeiteten dort gemeinsam an ihrem Projektprodukt, einem mehrsprachigen Kochbuch mit Rezepten aus den jeweiligen Regionen. Sämtliche Rezepte wurden vorher zu Hause recherchiert, gekocht, fotografiert, auf Englisch übersetzt und mittels Power Point in Alcalá präsentiert. Die spanischen Rezepte wurden dann vor Ort in einem großen gemeinsamen Mittagessen präsentiert und verkostet. Unter freiem Himmel, im Schatten der blühenden Bäume, in einem großen internationalen Kreis von Kollegen und neuen Freunden schmeckten dann Salmorejo, Gazpacho, Tortilla, Paella und Pestiños noch einmal so gut. Für die Lehrer durfte auch der berühmte Manzanilla nicht fehlen.

Alcalá de Guadaíra ist auch für sein Brot sehr bekannt - sehr viele Familien sind Bäckerfamilien mit langer Tradition- und es wurden auch die Wahrzeichen, die historischen Wassermühlen am Fluss Guadaíra besichtigt, die wie kleine Kastelle aussehen.

Weitere, vom Geschichtsprofessor der Schule geführte Besichtigungen führten in das wunderschöne Sevilla, wo die größte gotische Kathedrale der Welt besichtigt wurde samt der berühmten Giralda, dem Glockenturm, der in seiner ursrprünglichen Form, nämlich der eines maurischen Minaretts, erhalten wurde und jeden Besucher durch seine unglaubliche Schönheit beindruckt. Weiter ging es zum einzigartigen Alcázar, dem Königspalast im Mudéjarstil, samt seinen herrlichen Gärten.

Tags darauf führte eine Exkursion in die Provinz Cadiz, wo die am Meer gelegene großartige Ausgrabungsstätte der römischen Stadt Baelia Claudia -heute Bolonia- besichtigt wurde, ein Zentrum der Garum-Produktion in der Antike auf Grund des großen Thunfischbestandes (Garum, ein Fischfond, diente damals als Grundgewürz und Kochbasis für viele Speisen). Besonders beeindruckend waren hier auch die herrliche Bucht, die wandernde Sanddüne, der vom Levante aufgepeitschte Atlantik und der Blick auf das nur 20 km entfernte Afrika!

Der Spanisch- Unterricht, den die Schüler am ersten Tag erhielten, wurde durch den Aufenthalt bei den Gastfamilien und die gemeinsamen Unternehmungen mit ihren Gastgebern, den spanischen Schülern, intensiviert, aber es gab neben der allgemeinen Arbeitssprache Englisch auch die Gelegenheit, mit manchen Gasteltern und Schülern Französisch und mit den tschechischen Kollegen tschechisch zu sprechen, sodass die Schüler alle ihre Sprachkenntnisse anwenden, und Spanisch dazulernen konnten.

Dass die ganze Woche die Sonne vom blauen Himmel leuchtete, und überall die Orangenbäume blühten, sei nur so am Rande erwähnt... Da fällt das Sprachenlernen und der kulturelle Austausch noch viel leichter. Ein großes Dankeschön sei den Organisatoren, vor allem José Ramón del Pino Ruiz, und dem ganzen europäischen Lehrerteam ausgesprochen, sowie Dir. Mag. Birgit Wagner und den anderen Direktoren, dem Landesschulrat, der Nationalagentur und der Europäischen Kommission, die solche Schultage ermöglichen.

Mag. Ulrike Jaksch (Koordinatorin)